08.10.2018  DKB Handball-Bundesliga

Eulen verlangen Füchsen alles ab

In einem schweren Spiel holen sich die Füchse Berlin die nächsten beiden wichtigen Punkte in der Bundesliga. Mit 30:26 (14:14) gewinnen sie bei den Eulen Ludwigshafen. Nach einer schwachen ersten und einer mäßigen zweiten Halbzeit konnten die Berliner erst in den letzten zehn Minuten endgültig auf die Siegerstraße kommen. Beste Werfer auf Seiten des Hauptstadtclubs waren Mattias Zachrisson und Fabian Wiede mit jeweils sieben Treffern.

Keinen optimalen Start gelang den Füchsen in die Partie. Nach fünf gespielten Minuten lag man gegen zunächst wachere Eulen mit 1:3 in Rückstand. Erst in der neunten Spielminute gelang Mattias Zachrisson von Rechtsaußen der 4:4-Ausgleich. Doch das Team von Velimir Petkovic hatte weiterhin große Probleme. Immer wieder leisteten sie sich unkonzentrierte Fehler und somit konnte der Tabellenletzte aus Ludwigshafen auch in der 15. Spielminute noch mit 6:7 führen.

Acht Minuten vor dem Halbzeitpfiff waren die Füchse plötzlich in doppelter Unterzahl. Beim Stand von 9:11 mussten sich die Füchse bei zwei Toren Rückstand und zwei Spielern weniger ihre Chancen erarbeiten. Gegen den kämpferischen Auftritt der Gastgeber hatten die Füchse ernsthafte Schwierigkeiten. Man war oft einen Schritt zu spät und konnte im ersten Durchgang nicht zu der eigenen Klasse finden. Beim Halbzeitstand von 14:14-Unentschieden wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Links zum Spiel

Dieser erste Durchgang war für keinen auf Füchse-Seite zufriedenstellend. Im zweiten Abschnitt sollte nun eine deutliche Leistungssteigerung folgen, doch in den ersten Aktionen war davon nichts zu sehen. Die Füchse starteten mit einem technischen Fehler und einem verworfenen Ball in die zweiten 30 Minuten. Doch in der 34. Spielminute gelang Kevin Struck von Linksaußen der Treffer zum 16:15. Dadurch waren die Berliner zum ersten Mal in diesem Spiel gegen das Schlusslicht der DKB Handball-Bundesliga in Führung.

Anschließend trafen zweimal Fabian Wiede und Johan Koch zum 5:0-Lauf der Füchse und somit zum 19:15 in der 38. Minute. Doch die Hausherren aus Ludwigshafen steckten nicht auf und kamen wieder auf 20:18 heran. Dann war Füchse-Keeper Malte Semisch zur Stelle und entschärfte seinen zweiten Siebenmeter an diesem Sonntagnachmittag. Doch im Angriff taten sich die Füchse weiterhin schwer und die Eulen legten zum 20:19 nach.

Die Begegnung blieb nun absolut ausgeglichen. Fehler und wenig Durchschlagskraft in der Offensive beherrschten das Geschehen auf beiden Seiten. Die letzten zehn Minuten brachen an und es stand 22:22-Unentschieden. Dann traf Mattias Zachrisson, Silvio Heinevetter parierte einen Siebenmeter und Frederik Simak markierte das 24:22 für den EHF-Cup-Sieger. Innerhalb von zwei Minuten brachten die Füchse wieder etwas Luft zwischen sich und die Eulen aus Ludwigshafen.

Die Partie blieb umkämpft, doch die Füchse bewiesen den längeren Atem. Zwei Minuten vor dem Abpfiff erzielte Mattias Zachrisson das 29:25 und entschied die Begegnung somit endgültig. Den Schlusspunkt setzte schließlich Kapitän Hans Lindberg zum 30:26. Mit dem fünften Sieg in Serie bleibt das Team von Velimir Petkovic mit nun 12:4-Punkten auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe.

Stimmen zum Spiel

Johan Koch (Füchse Berlin):
Wir haben in den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind. Dennoch mussten wir anschließend wach bleiben und das haben wir geschafft. Es war ein sehr hartes Spiel heute. Unsere schwächeren zweiten Hälften waren ein Thema, aber man muss auch die Kaderprobleme sehen. Denn alle drei Tage schwere Spiele in dieser Liga zu haben ist noch einfach mit immer den gleichen Spielern, die hinhalten müssen. Heute haben wir es geschafft uns den Sieg am Ende hart zu erkämpfen.

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):
Wichtig ist, dass wir heute gewonnen haben. Es waren am Donnerstag und heute keine leichten Spiele, denn die gibt es in der Bundesliga einfach nicht. Es ist immer die Frage wie du in ein Spiel startest. Wenn die Deckung nicht passt bekommt man Probleme. Wir merken, dass kleine Spieler im Rückraum uns zu schaffen machen und daran müssen wir arbeiten. Allerdings ist auch klar, dass in unserem Kader aktuell die Alternativen fehlen. Doch wir haben gewonnen und das ist auch eine Qualität. Der Gegner war stark heute und wir wurden gefordert. Wir haben die Herausforderung angenommen und über 60 Minuten gekämpft.

Statistiken zum Spiel

Füchse Berlin – Die Eulen Ludwigshafen 30:26 (14:14)

Die Eulen Ludwigshafen: Lenz, Hanemann - Stüber 1, Dietrich 1, Hideg, Scholz 2, Haider, Feld 3, Falk 1, Hofmann 2, Durak 2/2, Bührer 4/1, Müller 5, Dippe 5

Füchse Berlin: Heinevetter, Semisch - Wiede 7, Elisson, Holm 2, Struck 1, Gojun, Lindberg 2, Zachrisson 7, Simak 6/4, Schmidt 1, Jallouz, Reißky, Koch 4

Quelle: Füchse Berlin

Foto: Reis

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