16.05.2019  DKB Handball-Bundesliga

Hochspannung im Meisterschaftskampf: Flensburg gegen Melsungen gefordert

Nach der Niederlage im Nordderby gegen die Zebras hat die SG Flensburg-Handewitt immer noch alle Trümpfe in der Hand. Dennoch darf man sich wohl keine Niederlage erlauben, da der THW im Nacken sitzt. Heute wartet bereits der nächste harte Brocken auf das Team von Maik Machulla, wenn die MT Melsungen ihre Visitenkarte in der FLENS-ARENA abgibt.

Die SG Flensburg-Handewitt hat weiterhin alles selbst in der Hand. Sie liegt nach wie vor an der Spitze der DKB Handball-Bundesliga; die dritte deutsche Meisterschaft ist realistisch. Gegen die MT Melsungen kann die SG nun aber zunächst ein anderes Ziel absichern, das vor dem Saisonstart viele nicht für möglich gehalten hätten. Punktet sie, ist ihr die Teilnahme Nummer 15 an der VELUX EHF Champions League nicht mehr zu nehmen. „Das ist für mich in unserer aktuellen Situation keine Option mehr“, sagt Maik Machulla.

Der SG Trainer strebt längst mehr an, läutet den Endspurt ein im Kampf um eine dritte Meisterschaft nach 2004 und 2018. „Alle anderen haben immer gesagt, wenn wir nur eines von den Spielen in Magdeburg, Mannheim und Kiel gewinnen, dann sind wir durch“, sagt der 42-Jährige mit einem Schmunzler. „Und was ist jetzt? Wir haben noch nix!“ Das Restprogramm mit den Heimspielen gegen Melsungen und Füchse Berlin sowie auswärts in Stuttgart und zum Abschluss beim Bergischen HC hat es in sich. Gleich drei der Gegner buhlen noch um einen Platz im EHF-Cup. „Wir haben aber alles selbst in der Hand“, betont Maik Machulla. „Und es fühlt sich ganz anders an als vor einem Jahr, als wir plötzlich und überraschend in die Situation gerieten, Meister werden zu können.“

Das aktuelle Sorgenkind ist der Oldie: Tobias Karlsson wird morgen wohl nicht spielen. „Das kann passieren bei einem 38-jährigen Rücken, der 20 Jahre Leistungssport hinter sich hat“, sagt Maik Machulla, der auf eine baldige Rückkehr hofft und den Abwehrchef definitiv mit auf die Bank nimmt. Mit seinem riesigen Erfahrungsschatz wird Tobias Karlsson auch in passiver Rolle seiner Mannschaft helfen können. In der Defensive werden Anders Zachariassen, Johannes Golla und Simon Hald, der seinen Kopftreffer gut weggesteckt hat, Verantwortung übernehmen. „Das hat auch in Kiel sehr gut funktioniert“, lobt Maik Machulla. „Taktisch kommen die Jungs jetzt schon wesentlich besser zurecht als noch am Anfang der Saison.“

Vor zwölf Monaten gewann die MT Melsungen, damals noch mit Johannes Golla, bei den Rhein-Neckar Löwen und beförderten die SG an die Tabellenspitze, am Sonntag kassierten sie gegen den gleichen Gegner eine 23:26-Niederlage. Das Hinspiel in Kassel ging im Dezember mit 24:18 an die SG. Melsungen haderte damals mit etwas Verletzungspech, konnte aber dieselben Akteure für die 6:0-Abwehr aufbieten wie sonst, während vorne mit Michael Müller und Marino Maric zwei Leistungsträger fehlten. Dafür tauchte damals mit Roman Sidorowicz ein neuer Spieler auf, der inzwischen einen weiteren Vertrag bekommen hat und Maik Machulla an „Dalibor Doder in jung“ erinnert. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe“, betont der SG Coach.

Quelle: SG Flensburg-Handewitt

Foto: Nolte

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