01.04.2019  DKB Handball-Bundesliga

Recken verlieren gegen Wetzlar und bangen um Trio

Zwischen Europapokal und Final Four hatte die TSV Hannover-Burgdorf eine Prüfung im Ligaalltag zu bestehen. Im Heimspiel gegen die HSG Wetzlar mussten DIE RECKEN bei der 23:25 (10:14) Niederlage allerdings nicht nur einen Rückschlag hinnehmen, mit Ilija Brozovic (Wade), Vincent Büchner (Knie) und Cristian Ugalde (Oberschenkel) drohen den Niedersachsen drei Ausfälle.

„Mir hat schon die Niederlage gereicht, die Verletzungen von Ilija, Vincent und Cristian machen den Nachmittag umso schlimmer“, sprach der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen von einem insgesamt gebrauchten Tag.

Dieser fing bereits mit Spielbeginn an, denn die Hausherren kamen nur schwer in die Gänge und konnten lediglich beim 4:3 (7.) durch Vincent Büchner eine Führung verzeichnen. Zwar setzten die Niedersachsen, die im Vergleich zum EHF Cup-Spiel gegen Nexe unter der Woche auf sechs Startpositionen verändert waren, immer wieder vereinzelte Highlights, wie der Treffer zum 6:7 von Torge Johannsen – insgesamt erwies sich die HSG Wetzlar in der ersten Halbzeit aber als das effektivere Team. „Wir hatten große Probleme im Angriff, das hat uns das gesamte Spiel über begleitet“, analysierte Trainer Carlos Ortega.

Bis zur Halbzeit versuchten DIE RECKEN zwar viel, doch der Erfolg wollte sich nicht einstellen. Wetzlar setzte sich über 10:7 auf den Halbzeitstand 14:10 ab. Zwar brachte die Einwechslung von Torhüter Martin Ziemer kurz vor der Pause nochmal frischen Wind in die RECKEN-Mannschaft, doch vorne drückte der Schuh weiterhin und die Niedersachsen konnten aus den Ballgewinnen kein Kapital schlagen. „Martin Ziemer hat sehr gut gehalten und wir hätten auch nur mit einem 14:12 Vorsprung in die Pause gehen können. Da hatten wir etwas Glück“, merkte HSG-Trainer Kai Wandschneider an.

Nach der Pause verpassten es DIE RECKEN aber, direkt aufs Gaspedal zu drücken. Die HSG Wetzlar setzte sich auf 18:11 (34.) ab und Carlos Ortega zog schnell seine zweite Auszeit. In dieser stellte der Spanier um und fortan lief es bei den Niedersachsen deutlich besser. „Wir sind mit der 5:1 Deckung mit Cristian Ugalde auf der Position des Vorgezogenen zu mehr Ballgewinnen gekommen und haben dadurch auch vorne mehr Zug zum Tor entwickelt“, so Ortega.

DIE RECKEN kämpften sich Tor um Tor heran und hatten beim 23:21 den Anschluss wiederhergestellt. Nach einem weiteren Ballgewinn gab es sogar die Chance, den Abstand weiter zu verkürzen. Doch ein Wurf von Kai Häfner wurde von Tibor Ivanisevic entschärft und im Gegenzug vollendete Anton Lindskog ein Zuspiel von Filip Mirkulovski und machte den Deckel auf die Partie. Am Ende hatten wir noch einige Chancen, doch zu wenig Zeit“, so ein enttäuschter Ortega nach dem Spiel.

„Die Hypothek des 18:11 war wahrscheinlich zu groß, aber beim 23:21 hatte ich noch Hoffnung, dass wir doch noch die Wende schaffen. Insgesamt mussten wir heute aber zu viele Nackenschläge verkraften und Wetzlar ist deswegen wahrscheinlich auch der verdiente Sieger“, stellte Sven-Sören Christophersen heraus.

Trotz der Niederlage müssen DIE RECKEN jetzt schnell den Blick nach vorne richten, denn nach dem Ligaalltag warten mit dem REWE Final Four sowie dem Viertelfinale im EHF Cup besondere Herausforderungen. „Das war heute keine gute Leistung von uns und trübt den Eindruck der letzten Wochen. Trotzdem ist es jetzt unsere Aufgabe, diese Niederlage schnell aus den Kleidern zu schütteln und uns wieder neu zu fokussieren, denn wir stehen vor besonderen Wochen“, sagt Kapitän Kai Häfner.

Quelle: TSV Hannover-Burgdorf

Foto: Vosshage

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